Donnerstag, 26. Dezember 2013

Wanderung im Schwellenland

Railwalk in Nordosthessen


Oft leicht zugänglich und meist gut sichtbar, oft aber auch ein wenig versteckt liegen die Zugänge zu den stillgelegten Eisenbahntrassen, die das Werra-Meissner-Land durchziehen. Kilometerlange Wanderungen auf den alten Gleisen bieten dabei teils neue Perspektiven auf die scheinbar bekannte Landschaft und  auch mit so mancher Überraschung wartet das industrielle Flächendenkmal auf. Nicht immer ist das, was der Wanderer an der Strecke vorfindet so spektakulär wie die verborgenen Tunnelköpfe oder die mächtigen Viadukte der Kanonenbahn aus dem 19. Jahrhundert. Aber auch die kleinen Dinge oder nur einmal ein genauerer Blick auf die Gleise üben auch auf den , der kein eingefleischter Eisenbahnfan ist, eine gewisse Faszination aus, wie die folgenden Impressionen einer kurzen Wanderung von Witzenhausen nach Unterrieden zeigen.


Mit dem Betreten der Gleise am ehemaligen Südbahnhof Witzenhausens, beginnt der kurze Tripp in die Vergangenheit. Folgt man den Schienen nach rechts, landet man in Hundelshausen, jenem Witzenhäuser Ortsteil im Gelstertal, der seine Blüte im 19. Jahrhundert dem dortigen Gipswerk verdankt.

Unter Strom
Wir aber lenken unsere Schritte nach links, schlagen uns durch das teils dornige Gestrüpp unter der Brücke hindurch, am Abbruch des Johannisbergs vorbei. Reisende des 19. Jahrhunderts hätten das Trafohaus, das linkerhand an die bröselige Felswand gebaut ist, wohl als Curiosität beschrieben, ein Relikt aus gar nicht alten Zeiten.


Brückenschlag
Gut 100 Meter weiter schon schweift der Blick in die Ferne. In gerader Linie führen die Gleise auf dem imposanten Viadukt über die Auen und den Fluss Werra, das Ziel, Unterrieden, bereits in Sicht.



Auf der Hut
Alte Signale geben dem Kundigen Hinweise auf nahende Gefahrenstellen. Zunächst eine leichte Kurve, dann eine Weiche, deren Abzweig aufs Abstellgleis führt. Und dort, wo sich im Blick des Betrachters die Schienen treffen, das ehemalige Bahnhofsgebäude.



Auf dem Abstellgleis
Hier ist der kurze Railwalk zuende, die alte Bahn bleibt aber mit den mächtigen Bögen des Viaduktes - deren einen wir durchschreiten - und die sich im nahegelegenen Angelteich spiegeln auch auf dem Rückweg durch die Auen präsent.





















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